Fertigung und Geschichte der Molas

Eine Mola besteht aus mehreren Lagen von Baumwollstoffen.

Bis zu vier Schichten Stoff werden übereinandergelegt und dann in einer  sogenannten "negativen Applikationstechnik" die Grundmuster herausgearbeitet, d.h., die Muster werden herausgeschnitten und dann mit einer feinen Saumetechnik umgenäht. Anschließend werden von anderen Molas Stoffreste oben aufgenäht und je nach Gestaltung mit feinen Stickereien verziert.

In der Welt der Kuna dienen Molas zumeist dem Schutz vor negativen Energien oder stellen Szenen und das Umfeld ihres Alltags dar. Ursprünglich handelte es sich um Körperbemalung. Im Rahmen der Missionierung fand jedoch die "zivilisierte Bekleidung" immer mehr Einzug. Durch die Molas gab es die Möglichkeit für die Kuna, auch während der Misionsierungsversuche ihre eigene Kultur und Symbolik weiter zu leben.

Die Frauen benötigen zum Erstellen einer Mola zwischen 2 und 4 Wochen, selbst die Mädchen sind schon mit dem Nähen ihrer eigenen Molas beschäftigt. Da die Arbeit im Haushalt und im Dschungel körperlich oft sehr anstrengend ist, empfinden die Frauen die kreative Handarbeit als angenehme Abwechslung. Jede Frau besitzt mehrere Molas, bis zu 40 Stück können sich im Laufe eines Lebens 

ansammeln. Je nach Situation, Stimmung und Gesundheitszustand wechseln die Frauen ihre Molas. Da die Bedeutungen der Molas meist mit der Abwehr schlechter Energien zu tun haben, tragen die Frauen auch auf beiden Seiten ihrer Bluse eine Mola, da sich böse Geister auch von hinten nähern könnten.